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Ich bin der, der mitten in der Nacht Dinge an Wände schreibt und in stille Zimmer schreit, die ich am nächsten Morgen bereue. Der, der meilenweit zu dir läuft, mit blutigen Zehen vor dir steht, ein paar Worte in der Hand und ein ganzes Buch in der Brust und der dann nichts sagen kann außer ein lächerliches geflüstertes „Hallo“. Ich bin der, der wahllos irgendwelche Satzfetzen um sich wirft und innerhalb von Minuten jegliche emotionalen Höhen und Tiefen durchlebt und ich bin der, der manchmal viel zu schnell redet und nur wirres Zeug, nur damit ich es loswerde ohne das du es verstehst. Ich bin der, der am helllichten Tag ohne Grund Menschen aus seinem Leben streichen will, einfach weil der Moment so grausam war und fünf Stunden später sitze ich im Dunkeln und kann mich nicht mehr daran erinnern was mich so aus der Bahn geworfen hat. Ich bin der, der mit Worten um sich schleudert, mit stillezerreißender, schweigender Post, der, der völlig vergisst wer er ist, wenn er verletzt ist und ich bin der, der nicht mehr weiß wohin er gehört, wenn man ihn im vorbeigehen verwundet ohne sich umzudrehen. Ich bin der, der von keinem getroffen werden kann, den keiner aus der Fassung bringt. Ich bin mir fremd, wenn du mich im Regen stehen lässt. Ich bin der, der immer aufgeschürfte Knie hatte, aber keine klaffenden Wunden. Heute bin ich der, den du verletzlich gemacht hast.
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