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Ich könnte dir alles auf ein Blatt Papier schreiben, jedes bisschen was in mir brennt, was in meiner Herzgegend pocht, aber ich habe Angst davor. Ich habe Angst vor allem. Ich habe Angst vor jedem deiner Worte, vor einem einfachen „Hallo“ und vor deinem Schweigen. Ich habe Angst davor zu erstarren, wenn du mich berührst und jedes Mal, wenn du fort bist ist mir kalt. Ich habe Angst vor deiner Nähe, weil ich Angst davor habe, dass sie viel zu schnell wieder verfliegt und ich habe Angst vor jedem neuen Morgen, weil ich nicht weiß, ob du dann noch da bist. Ich habe Angst vor dir, weil du mich kennst wie niemand sonst. Selbst wenn du meilenweit entfernt bist und ich mir einrede, dass das längst nicht mehr so ist, bist du mir nah und durchschaust mich als wäre all das was ich bin nicht hinter dicken Fassaden und zwischen tausenden Gesichtern, sondern hinter einer dünnen Glaswand versteckt, wo nichts verborgen bleibt. Ich habe Angst vor dir, weil du mich verletzlich machst. Ich habe Angst vor dir, weil ich dich brauche. Weil mir etwas fehlt, wenn du nicht da bist. Ich habe Angst vor dir, weil ich Angst vor dem Gefühl habe dich zu vermissen und weil ich Angst davor habe, dass du mich nicht so brauchst wie ich dich. Ich habe Angst vor dir, weil es ohne dich kein wir gibt und ohne wir kein ich. Denn wir, das bin ich bei dir. Ich, das ist das was ich bin, wenn du bei mir bist.





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