|
Du bist gefangen zwischen Abgrund und Erfüllung. Es waren nur ein paar Jahre. Es waren nur unzählige Herzschläge. Und doch kommt es dir so unbedeutend vor. So unbedeutend kurz. Du würdest immer wieder deine Hand ausstrecken. Immer wieder nach dieser anderen Hand greifen. Du verlierst dich zwischen Abscheu und Hingabe. Du weißt nicht was du fühlst. Wie du dich fühlst. Du hast manchmal das Gefühl als hättest du dich längst verloren. Verloren in dem Duft der Blumen, in dem endlosen schwarzen Himmel und in dieser anderen Person, die so viel Wärme und Kälte zugleich austrahlt. Wer ist dieser Mensch? Du bist verloren und keiner kann dich finden. Deine Hand wird schlaff und hängt träge herab. Die Kraft ist fort - die Kraft die sie immer oben gehalten hat. Du bist gefangen zwischen Realität und Traumwelt. Du bist verwirrt. Du weißt nicht mehr ob dich deine Gefühle betrügen. Ob es in Wirklichkeit dein Herz ist oder dein Verstand. Wer spielt dir einen Streich? Wer lässt dich taub werden? Wer nimmt dir die Energie und lässt dich leer und schwach zurück? Wer stielt deine Herzschläge und lässt sie leise verklingen. So als wären sie völlig unbedeutend. Wer hat dich verloren? Wer hat dich so sehr verloren, dass du nicht mehr weißt wer du bist? Sag es mir, wer war es? Du suchst doch nur einen Freund in dieser Dunkelheit. Ich kann es fühlen. Du wirst bis zum Ende diese Leere in dir tragen. Diese schlaffen Glieder spüren. Dieses willenlose Handeln. Dein persönliches Gefängnis zwischen Himmel und Erde. Niemand kann dich dort erreichen. Obwohl dich vielleicht manche Menschen suchen. Dort in deinem Traumland. Manche haben Angst. Ich. Ich hab Angst um dich. Ich strecke meine Hand aus, doch deine hängt kraftlos an deiner Seite. Die Armkette von mir hängt verlassen an deinem Handgelenk, so als würde sie gleich hinabfallen. Du würdest es nicht einmal bemerken. Wo bist du kleine Seele? Ich sehe nur deine Narben. Etwas anderes sehe ich nicht mehr.
|
home archive themes |